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Tagebuch über meinen Paris-Trip vom 12. Bis 17. Mai 2004

12. Mai 2004:

Es ist 4.00 Uhr morgens, als ich mich aus dem Bett quäle. Um 5.35 Uhr holt mich der Flughafenzubringer nach Dresden ab. Die Tage zuvor war ich eigentlich ziemlich relaxt, aber heute morgen merke ich doch die innere Anspannung. Der Koffer ist gepackt, der Rund-um-Check der Wohnung ist absolviert und schon klingelt die Taxifahrerin. Wie kann man morgens schon so gut gelaunt sein!!! Die zwanglose Unterhaltung mit der netten Fahrerin baut meine innere Anspannung rapide ab. Und schon sind wir am Flughafen in Dresden angekommen.

Es ist trüb und kalt. Hoffentlich ist mir der Wettergott in Paris gnädiger. Das Einchecken klappt ohne Probleme, aber die Sicherheitsbestimmungen sind deutlich verschärft worden. Nach der Leibesvisitation warte ich nun auf mein Flugzeug. Pünktlich um 8.35 Uhr verlasse ich Dresden gen Himmel. Erste Zwischenlandung in Düsseldorf um 10.05 Uhr. Jetzt habe ich 1 Stunde Zeit um etwas zu essen und einem dringenden menschlichen Bedürfnis nachzukommen, bevor es um 11.10 Uhr weiter geht in Richtung Paris. Pünktlich um 12.20 Uhr landet der Flieger auf dem Flugplatz Charles de Gaulle. Wo war den nur das Rollband für die Koffer!!! Nachdem ich etwas ziellos umhergeirrt bin, hätte ich eigentlich nur den Kopf etwas anheben brauchen. Besser ausgeschildert geht es eigentlich nicht. So den Koffer habe ich, jetzt "brauche" ich erst mal eine Zigarette und schnell noch eine SMS an meinen Sohn, dass Mama gut angekommen ist.

Ich habe mir dieses Mal vorgenommen, auf jegliches Transportmittel (Taxi und Metro) zu verzichten, um meine Lieblingsstadt Paris zu Fuß zu erkunden. Aber da das Hotel in einem Vorort (Boulogne)von Paris liegt, wäre es schon idiotisch bis dahin zu laufen. Kaum habe ich den Gedanke verworfen, springt ein kleines schmales Männchen auf mich zu und bietet mir ein Taxi an. Natürlich weiß ich, dass es kein legales Pariser Taxi ist. Er scheint meine Zweifel zu bemerken und stellt mir schnell noch eine Quittung aus. Jetzt weiß ich wenigstens, mit wem ich es zu tun habe. Monsieur Guy Dray kann sogar ein paar Worte in deutsch. Mit meinen doch noch etwas dürftigen Französischkenntnissen, einer Prise Englisch und ein paar Spritzer Deutsch führen wir auf der Fahrt zu meinem Hotel eine nette Unterhaltung. Auch der Preis ist nett (85 Euro), mit einem legalen Taxi wäre ich um die Hälfte billiger gekommen. Was soll’s, ich bin guter Laune, habe dem Mann eine ordentliche Tageseinnahme beschert und Paris empfängt mich mit Sonnenschein.

14.00 Uhr checke ich im 2-Sterne-Hotel "Exelsior" in der 12, rue de la Ferme ein. Im Zimmer, Nummer 27 darf ich mich für die nächsten 5 Nächte breitmachen. Nachdem ich meinen Koffer entleert habe, begebe ich mich auf örtliche Erkundung und Nahrungssuche. Schließlich habe ich nur ein petit-dejéuner gebucht, was bedeutet, dass ich jeden Morgen ein oder mehrere Kännchen Café au lait, Orangensaft, zwei Croissantes, ein Brötchen und einen kleinen Becher Marmelade für 5,50 Euro bekomme.

Auf meiner Suche zu einem Lebensmittelladen durchstreife ich diverse Straßenzüge und stelle fest, dass auch in den Pariser Vororten emsig gebaut und restauriert wird. Vielleicht hofft man auf den Zuschlag der Olympischen Sommerspiele 2012, was leider Leipzig versagt blieb. Jedenfalls verhungern werde ich nicht, den ein Bistro folgt dem nächsten. Nachdem ich mich mit Lebensmitteln, reichlich Säften und Wasser eingedeckt habe, mache ich, auf dem Rückweg zu meinem Hotel, in einem Park eine kleine Pause. Während ich so in der Sonne vor mich hindöse, spricht mich ein gut aussehender Franzose an. Er deutet auf seine Mappe, seine Zeitung, einem Wasserhydranten und seinen Kopf. Was will er bloß von mir? Endlich habe ich verstanden. Er wollte sich seine verschwitzten Haare waschen, und er bat mich, auf seine Unterlagen so lange aufzupassen. Voilá, kein Problem, das ist eben das typische Pariser Flair und ich fühle mich sauwohl.

Als ich wieder im Hotel angekommen bin, bitte ich den Portier um eine Straßenkarte von Boulogne. Ich bin zugegebenermaßen ein ziemlicher Irrläufer. Eigentlich kann man sich in Paris nicht verlaufen, aber ich gehe mal auf Nummersicher. Zurück auf mein Zimmer vertiefe ich mich in die Straßenkarte von Boulogne und den Stadtplan von Paris, um die Route für den nächsten Tag zu planen.


13. Mai 2004:

Es ist 7.00 Uhr und mich hält nichts mehr im Bett. Nachdem ich mein petit-dejéuner verschlungen habe, bin ich voller Tatendrang. Heute will ich endlich den Tour Eiffel bezwingen. Dreimal war ich bereits in Paris und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich den Eiffelturm noch nie bestiegen habe. Das soll sich heute ändern. Bewaffnet mit meiner Kamera und einer Flasche Wasser verlasse ich 8.30 Uhr das Hotel. Entlang der rue Nationale begebe ich mich in Richtung Seine auf die rue Yves Kermen zum Place du pont de Billancourt.

An der Seine angekommen, schlendere ich an der Quai du point du Jour entlang. Spätestens hier bemerkt man, dass die Reinlichkeit der Straßen noch mangelhaft ist. Wer schon einmal in Paris war, weiß, dass die Fußwege sehr schmal sind. Auf dem Weg zum Eiffelturm stolperte ich über zahlreichen Müll und über einen Obdachlosen, der sich zum Schlafen in zwei Kartons (einen von oben und einen von unten) verschanzt hatte. Wir kamen ins Gespräch und er sprach über sein Leben. Er war mal ein Metrofahrer, aber seine Frau verließ ihn, und er verfiel dem Alkohol. Das zog ihn so herunter, dass er seine Arbeit verlor und die laufende Miete nicht mehr bezahlen konnte. Jetzt lebt er seit zwei Jahren auf der Straße, von Sozialhilfe will er aber nicht leben, dazu ist er zu stolz. Irgendwie kann ich das nachvollziehen, denn es kann ja jeden von uns treffen. Er fragte mich, was ich in Paris mache, und mich überkam ein schlechtes Gewissen. Das sagte ich ihm und zauberte ihm damit ein Lächeln in sein wettergegerbtes Gesicht. Es findet nicht jeder Zeit, sich mit einem Obdachlosen zu unterhalten, meinte er. Dafür sei er sehr dankbar. Zum Abschied gab ich ihm ein paar Euros und meine Flasche Wasser.

Ich lief weiter entlang der Quai Saint Exupery und hatte schon den nächsten Obdachlosen vor Augen. Er ruhte in einer Decke vermummt auf einer Bank. Paris hat eben auch seine Schattenseiten, und bei mir machte sich eine gewisse Bedrücktheit bemerkbar.

So schlenderte ich, in Gedanken versunken, über den Quai Louis Bleriot vorbei am Gebäude der Maison Radio France und gelangte schließlich über die Avenue du Pont Kennedy zum Eiffelturm. Es war gegen 10.00 Uhr und ein riesiger Menschenauflauf hatte sich schon an den Kassenschaltern versammelt. Ich reihte mich ein mitten in Gruppen von Japanern, ein paar Schulklassen, mehreren Amerikanern und einem Dutzend Italienern. Es ging zügig voran und schon hatte ich mein Ticket für die 2. Etage mit dem Fahrstuhl für 7,30 Euro gelöst. Ohne lange warten zu müssen, transportierte uns der Fahrstuhl in die 2. Etage.

Es war kalt und windig, aber die grandiose Aussicht ließ das ungemütliche Wetter schnell vergessen. Ich hätte hier oben stundenlang verweilen können, merkte aber nach einer dreiviertel Stunde, wie die Kälte langsam Besitz von meinem Körper ergriff. Ich machte noch ein paar Fotos und ließ mich dann vom Fahrstuhl wieder in das Erdgeschoss transportieren.

Über die Avenue Gustave Eiffel ging ich durch den Parc du Champ de Mars und traute meinen Augen nicht. Plötzlich stand ich vor mehreren Kühen. Hatten die Rindviecher ihre Weide nicht gefunden? Es stellte sich heraus, dass ein paar Hundert französische Bauern samt ihrer Rinder angereist waren, um gegen die Landwirtschaftspolitik der französischen Regierung zu demonstrierten. Einen besseren Ort unterhalb des Eiffelturms hätten sie nicht finden können, um ihren Unmut Luft zu machen. Mehrere Fernsehteams waren vor Ort und berichteten davon in den Abendnachrichten.

Es war inzwischen 12.30 Uhr und mein leerer Magen meldete sich. Ich hatte mich am Vortag schon mit Briefmarken eingedeckt, kaufte mir an einem Pressestand noch jede Menge Postkarten und kehrte auf der Avenue de Lowendal in ein gemütliches Restaurant mit moderaten Preisen ein. Irgendwie beschlich mich das Gefühl, dass alle hübschen Kerle in Paris wohnen müssten. Der Kellner, der mich ansprach, war so ein Charmeur. So packte ich meine ganzen Französischkenntnisse zusammen und gab meine Bestellung auf: ein Glas Rotwein, Bandnudeln mit Steinpilzsoße und zum Schluss einen Capuccino. Während der nächsten zwei Stunden war ich nicht nur mit dem Essen beschäftigt, sondern schrieb meinen Freunden und Bekannten diverse Postkarten. Das Essen schmeckte köstlich, das Ambiente stimmte und nach dem Entrichten von 20 Euro, zzgl. 2 Euro Trinkgeld, machte ich mich auf dem Heimweg wieder entlang der Seine. Gegen 17 Uhr traf ich, mit einigen Blasen an den Füßen, in meinem Hotel ein. Jetzt galt es, die Wunden zu behandeln, denn für den kommenden Tag hatte ich mir einige Kilometer mehr vorgenommen.

14. Mai 2004:

Heute möchte ich den Vorort Neuilly-sur-Seine kennenlernen, indem Mireille wohnt. Doch um in diesen Stadtteil zu gelangen, habe ich noch etliche Kilometer Fußmarsch vor mir. Die Blasen an meinen Füßen machen sich zwar noch bemerkbar, aber da muss ich jetzt durch. Über die rue de la Ferme gelange ich auf die nicht zu enden wollende rue de Billancourt. Nachdem ich die Avenue Jean Baptiste passiere, gehe ich über die große Straßengabelung des Boulevard D’Auteuil zum Parc de Boulogne. Es ist eine riesige Grünanlage mit vielen Weggabelungen. Nun ist es auch schon passiert, ich weiß nicht mehr, welche Richtung ich einschlagen soll. Gott sei Dank gibt es zahlreiche Jogger, die ich nach dem Weg fragen kann. Im Nu bin ich von drei netten Leuten umringt, die sich meines Kartenmaterials bemächtigen und mir mit zahlreichen Worten und Gesten versuchen, den Weg zu erklären. Nachdem endlich alle Unklarheiten beseitigt sind begebe ich mich über die Avenue de l’Hippodrome und gelange auf die Allée de la Reine Marguerite. Jetzt liegt der Parc de Boulogne hinter und der Vorort Neuilly-sur-Seine vor mir. Entlang des Boulevard du Commandant Charcot reihen sich zahlreiche kleine Häuschen aneinander. Man braucht nicht lange nachzudenken, um zu erkennen, dass hier die besser verdienende Oberschicht von Paris wohnt. Zahlreiche Nannys mit den ihnen anvertrauten Kindern und Gassi gehenden Vierbeinern kreuzen meinen Weg. Es ist alles sehr sauber und die Parkanlagen bestechen durch einen gepflegten Rasen. Ein Problem haben aber wohl alle Pariser, das Parken ihrer Autos. Als ich in die Straße einbiege, wo Mireille ein nettes aber relativ unscheinbares Häuschen bewohnt, versucht gerade ein verzweifelter Chauffeur einen Parkplatz zu finden, nachdem man in von einer Einfahrt verscheucht hat. Es ist eine viel befahrene kleine Straße, wo nur auf einer Seite geparkt werden darf. Inzwischen meldet sich mal wieder mein Magen und ich beschließe über die Avenue Charles de Gaulle den Vorort Neuilly zu verlassen. Vorbei an zahlreichen Geschäften mit saftigen Preisen passiere ich den Place de la Pte. Maillot und gelange über die Avenue de la Grand Armée zum Arc de Triomphe.

Jetzt muss ich erst einmal kurz verschnaufen. Meine Blasen an den Füßen machen sich wieder deutlich bemerkbar, und zum Leidwesen meines Magens habe ich immer noch nichts Eßbares gefunden. Während einer Rauchpause!!! beobachte ich die Gendarmen, die verzweifelt versuchen, etwas Ordnung in den chaotischen Kreisverkehr zu bringen. Ich wundere mich immer wieder, dass es keine größeren Verkehrsunfälle gibt. Schließlich macht hier jeder was er will: der Pariser Fußgänger geht prinzipiell bei Rot über die Straße, außer die Touristen, die man daran erkennt, dass sie treu und brav auf die Grünphase warten. Die Motorradfahrer nutzen auch schon mal den Fußweg, um dem Verkehrsgewühl zu entkommen und es stört niemanden. Um einen Parkplatz zu bekommen, wird das eine oder andere Auto per Stoßstange etwas zur Seite geschoben. Kein Wunder, dass jede zweite Karosse verbeult ist.

So, jetzt muss ich etwas essen. Ich schlendere über die Avenue des Champs-Elysées und gelange in eine Einkaufspassage, wo es sogar öffentliche Toiletten gibt. Alles ist sehr sauber und das bei diesen vielen Menschen. Nachdem ich meine Notdurft verrichtet habe, komme ich an einem Verkaufsstand vorbei, der leckere Schinken- und Salami-Sandwiches anbietet. Da lasse ich mich nicht zwei Mal bitten und kaufe mir für je 2,50 Euro die reichlich belegten Sandwiches. Es ist bereits 16 Uhr und Zeit für mich, mal langsam den Rückweg ins Hotel anzutreten. Ich laufe wieder in Richtung Arc de Triomphe und gelange über die Avenue Victor Hugo zum langen Boulevard Suchet. Über den Boulevard Murat komme ich zum Verkehrsknotenpunkt der Avenue de la Pte. De St-Cloud. Jetzt ist es nur noch ein Katzensprung über die Avenue ÉduardVaillant zur Avenue du Géneral Leclerc. Gegen 19.00 Uhr treffe ich im Hotel "Exelsior" in der rue de la Ferme ein. Nachdem ich noch ein paar Worte mit dem Hotelportier gewechselt habe und er mir anhand meiner Karte erklärte, dass ich ca. 35 Kilometer gelaufen bin, falle ich völlig erschöpft in mein Bett. Eines weiß ich bestimmt, der Sonnabend wird zum Faullenzen genutzt.

15. Mai 2004:

Es ist ein herrlicher sonniger Morgen in Boulogne. Das richtige Wetter um in einem Park, auf einer Bank, bei einem guten Buch mal ordentlich zu faullenzen. Mit dem Roman "Hotel Pastis" von Peter Mayle vergehen die Stunden im Park wie im Flug. Diesen Schriftsteller kann ich nur empfehlen. Seine Romane sind sehr kurzweilig und interessant. Ehe ich mich versah, hatte ich die 463 Seiten gelesen. Meine Füße hatten sich auch wieder erholt, so dass ich, zurück in meinem Hotelzimmer, schon mal die Route für den nächsten Tag planen konnte.

16. Mai 2004:

Heute möchte ich mal etwas für meine Bildung tun. Natürlich kann man nicht alle Museen von Paris besuchen. Es empfiehlt sich bei einem Paris-Aufenthalt sich ein oder zwei Museen auszuwählen.

Ich entschied mich für das Trocadéro, welches sich genau gegenüber dem Eiffelturm befindet. Dieser Gebäudekomplex beherbergt neben dem Théatre de Chaillot das Musée de L’Homme und das Musée de la Marine. Nachdem ich mein Ticket für 7 Euro gelöst hatte, versank ich in die Geschichte der französischen Seefahrt. Neben vielen liebevoll gebastelten Schiffsmodellen, kann man Originalteile von historischen Schiffen bestaunen sowie sich anhand von mehreren Gemälden ein plastisches Bild der damaligen Zeit machen.

Als ich nach einer guten Stunde das Musée de la Marine verließ und mich zur Aussichtsplattform des Trocadéro begeben wollte, staunte ich nicht schlecht über mehrere Tausend Leute auf Rollerbladern. Jetzt fiel mir auch wieder ein, dass in den Abendnachrichten über Europas größter Veranstaltung dieser Art berichtet wurde. Die Organisatoren hatten alle Hände voll zu tun, um die ungeduldigen Sportler in die richtige Startposition zu manövrieren.

Ehe man mich über den Haufen fährt, verlasse ich den Trocadéro und schlendere entlang der Seine über die Avenue de New York. Plötzlich wieder eine kleine Ansammlung von Leuten an der Seinemauer. Ich bin überhaupt nicht neugierig, aber riskierte trotzdem einen Blick über die Mauer. Das hätte ich mir ersparen können. Am Seineufer lag ein völlig entkleideter toter Mann und die Polizei nahm gerade ihre Ermittlungen auf. So schön Paris auch ist, hat es eben auch seine Schattenseiten.

An dieser Stelle hielt mich jetzt nichts mehr und ich ging weiter über die Cours Albert Bateaux Mouches, die Cours de la Reine zum Place de la Concorde.

Die rue Royale hinauf gelangte ich zum Place de la Madeleine. Wie ihr wisst, findet hier jedes Jahr im Dezember eine Wohltätigkeitsveranstaltung für bedürftige Pariser Kinder statt, deren Schirmherrin Mireille ist. Das kleine Café, in dem sie ab und zu einkehrt, habe ich leider nicht gefunden.

Jetzt war es auch wieder an der Zeit, den Heimweg anzutreten. Denn im Dunkeln ist es für einen Fußgänger nicht gerade ungefährlich.

17. Mai 2004:

Der Tag der Abreise war gekommen. Wahnsinn, wie schnell die Tage in Paris verstrichen waren. Nach dem Frühstück packte ich meinen Koffer und checkte per Visacarte gegen 11.00 Uhr aus dem Hotel "Exelsior" aus. Mit einem legalen Pariser Taxi ließ ich mich zum Flughafen Charle de Gaulle chauffieren und bezahlte mit Trinkgeld 50 Euro. Bis zu meinem Abflug um 16.55 Uhr hatte ich noch jede Menge Zeit. Also suchte ich mir ein ruhiges Plätzchen und beobachtete den lebhaften Menschenverkehr. Zwei Stunden vor dem Abflug gab ich meinen Koffer auf und löste meine Bordkarte nach München und Dresden. Um die Zeit zu überbrücken, fuhr ich mit der Rolltreppe in den unteren Bereich des Flughafens, wo sich einige Läden und Restaurant befinden. Bei einem Café au lait und einem belegten Baguette für 5 Euro verging die Zeit. Jetzt musste ich mich aber sputen, um durch den Sicherheitsbereich zu meinem Abfluggate zu gelangen. Pünktlich um 16.55 Uhr hob der Flieger über Paris ab. Endlich konnte ich Paris auch mal aus der Luft betrachten, da kein einziges Wölkchen am Himmel zu sehen war. Gegen 18.10 Uhr landete das Flugzeug in München. Viel Zeit zum Weiterflug nach Dresden blieb mir nicht, den um 18.30 Uhr sollte die nächste Maschine starten. Doch der Flug verzögerte sich um eine Stunde, weil man das Ventil des Flugzeugtankes für das Auftanken nicht öffnen konnte. Nachdem man kurzerhand das Ventil abgeschlagen hatte, musste erst einmal ein neues herangeschafft werden. Jetzt konnte es endlich losgehen, dachten wir uns. Der Flieger rollte zur Startpiste, rollte und rollte und stand wieder. Nach weiteren 20 Minuten meldete sich der Pilot zu Wort. Während der Reperaturarbeiten am Tank hatte er vergessen den Bordcomputer herunterzufahren. Nun war dieser plötzlich ausgefallen. So musste erst ein Systemadministrator herangekarrt werden, der den Computer wieder zum Laufen brachte. Nachdem auch das erledigt war, hob das Flugzeug endlich gegen 20.00 Uhr von München ab. Gegen 21.30 Uhr landete es ohne weitere Zwischenfälle in Dresden, wo zwei Spanier und ich von unserem Flughafenzubringer aus Chemnitz schon ungeduldig erwartet wurden. Außer, dass sich die zwei Spanier auf der Fahrt ununterbrochen unterhielten und eine SMS nach der anderen absetzten, verlief die Fahrt ziemlich ruhig. Plötzlich fuhr das Taxi in ein Gewerbegebiet hinein und fragte die beiden Spanier, wo sich ihr Hotel befinden soll. Leider konnten die zwei kein Wort deutsch und der Taxifahrer kein Wort englisch. Also nahm ich die Vermittlerrolle auf und schon war jede Unklarheit beseitigt. Gegen 23.00 Uhr war auch ich endlich wieder in den eigenen vier Wänden angekommen. Schnell noch eine SMS an den Sohnemann abgesetzt, viel ich müde ins Bett und träumte von Paris.

Zum Abschluss meiner Tagebuchaufzeichungen noch ein paar Fotoimpressionen von der Weltmetropole Paris:

Blick vom EiffelturmEckhaus in der Avenue Victor Hugo
Kunstvoll verpacktes Gebäude auf
den Champs Elysées.
Blick vom Trocadéro in Richtung Eiffelturm.

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Hier ein paar Impressionen aus dem Stadtteil Neuilly-Paris in dem Mireille lebt.

Statdtteil Neuilly-Paris...
Vielen Dank für die Foto's
an meine Freunde
Sonja & Frank Hüttig
Rue de Madrid

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Diese Bilder zeigen meine große Liebe zu dieser Stadt. Sie sollen die Vielfalt, das pulsierende Leben und den symphatischen Charme vermitteln, den ich bei meinen Besuchen erfahren durfte.

Fotos: Monika Fickel (privat)

Blick auf Paris vom Arc de Triomphe (Triumphbogen)Jardin des Tuileries
Arc de TriompheBeeindruckender Blick auf Paris
Champs-Elysées Der Louvre mit seinen Glaspyramiden
Zahlreiche Brücken überspannen die Seine
Eglise de la MadeleineGrande Arche de la Défence
Der EiffelturmFreiheitsfackel wurde zur Fackel Prinzessin Diane's
Ehrenbekundungen aus aller Welt an Lady DiGaleries Lafayette
Herrliche Architektur in der
Galeries Lafayette           
... Sahnehäupchen,
die Glaskuppel
Hinterhof Rue Eduard VII/
Nähe Olympia-Music-Hall               
Boulevard Capusines –
Restaurant in einer Seitengasse
Boulevard de la Chapelle    Kirche Sacré-Coeur
Blick von der Kirche Sacré CoeurKirche Sacré Coeur
Künstlerviertel Montmartre                             
Das Moulin Rouge (eröffnet 1885)Rue Victor-Massé auf Montmartre
Kirche Sainte Trinité Rue la Fayette mit zahlreichen Geschäften und Restaurants
Kathedrale Notre-Dame
Opéra Garnier am Boulevard HaussmannPariser Charme
Der Hund ist echt, die Puppe...?Das gefällt natürlich auch den Kleinen
Euro Disney Land
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